Abenteuertour Altenahr Teil 2

Spektakuläre Gratwege, geheime Pfade und ein Gipfelkreuz über den Höhen des Ahrtals! Imposante, bizarre Flussuferpfade, gigantische Aussichten und geheimnisvolle Natur machen diese abenteuerliche Fortsetzung zu einem echten Erlebnis mit hohem Abenteuerfaktor.

„Eine gigantische und außergewöhnliche Abenteuertour, die alles vereint, was man sich als Abenteuerliebhaber wünscht: geheime Pfade, sensationelle Aussichten, viel Adrenalin, echte Einsamkeit und einen Erlebnisfaktor, der seinesgleichen sucht!“

Der Startpunkt dieser außergewöhnlichen Abenteuertour befindet sich in Mayschoß, umgeben von den charakteristischen Weinbergen des Ahrtals und direkt am Bahnhof. Schon auf den ersten Kilometern wird klar, dass diese Tour ihrem Namen alle Ehre macht. Zunächst steigen wir gemütlich, aber mit bereits ordentlich anziehenden Höhenmetern, in Richtung der Weinberge auf, bevor wir den eher unbekannten Koppengratweg erreichen. Hier warten bereits zu Beginn wunderschönes, felsiges Terrain und erste beeindruckende Ausblicke über die Landschaft.

Anschließend geht es zunächst über gemütliche Waldpfade weiter, bevor bereits das erste große Abenteuerhighlight auf uns wartet: ein dschungelartig wirkender Gratweg mit mehreren Kraxelelementen. Über diesen außergewöhnlichen Abschnitt arbeiten wir uns rund 130 Höhenmeter am Stück nach oben. Die Umgebung wirkt stellenweise vollkommen abgeschieden und vermittelt das Gefühl, mitten in tiefster Einsamkeit unterwegs zu sein. Dieser besondere Gratabschnitt ist ein echter Geheimtipp und findet sich in keinem klassischen Wanderführer.

Nach diesem ersten Abenteuer erreichen wir schon bald den höchsten Punkt der Tour. Über wunderschöne Pfade geht es weiter in Richtung Steinerberghaus (Mittwoch-Sonntag ab 10:00 Uhr geöfnet). Hier bietet es sich an, eine gemütliche Pause einzulegen, einen Kaffee zu trinken und vielleicht ein Stück Kuchen zu genießen, bevor der zweite und noch abenteuerlichere Abschnitt unserer Runde beginnt.

Auf felsigen Pfaden führt uns die Route anschließend in Richtung Schrock. Auch hier erwartet uns ein außergewöhnlich dichtes Pfadnetz mit fantastischen Wegen im T2-Bereich, die uns Schritt für Schritt in Richtung unseres nächsten großen Highlights führen: der Teufelsley.

Hier befindet sich der entscheidende Schlüsselpunkt dieser Tour. Wer sich das entsprechende Können und die nötige Trittsicherheit zutraut, kann einen sehr ausgesetzten Gratweg mit einer kleinen Kraxeleinlage hinauf zum Gipfelkreuz der Teufelsley nehmen. Dieser Gratabschnitt bewegt sich im T4-Bereich und erfordert absolute Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und Konzentration. Die vorgegebene Laufrichtung muss auf diesem Abschnitt zwingend eingehalten werden.

Oben angekommen, wartet die Belohnung: ein fantastischer Ausblick über die Höhenzüge des Ahrtals rund um Altenahr. Das Gipfelkreuz bietet einen perfekten Platz zum Durchatmen, Verweilen und natürlich auch für das ein oder andere Erinnerungsfoto.

Wer sich den ausgesetzten Gratweg nicht zutraut, muss auf das Gipfelkreuz dennoch nicht verzichten. Vom Schrock aus führt eine alternative Route über felsige Pfade und kleinere Kraxelelemente ebenfalls hinauf zum Gipfelkreuz. Wir empfehlen ausdrücklich, zumindest diese Variante mitzunehmen, wenn man sich auf dem eigentlichen Gratweg nicht sicher fühlt.

Doch auch nach der Teufelsley ist das Abenteuer noch lange nicht vorbei. Über weitere abwechslungsreiche Pfade geht es hinunter zum nächsten außergewöhnlichen Highlight dieser Tour: einem wilden Flussuferpfad entlang der Ahr, dessen heutige Wegführung durch die Veränderungen nach der Flut im Ahrtal entstanden ist.

Fast einen Kilometer lang führt uns dieser besondere Abschnitt direkt am Wasser über Schiefergestein. Der Pfad ist zwar nicht ausgesetzt, technisch aber durchaus anspruchsvoll. Hier sind höchste Trittsicherheit, Konzentration und ein sicherer Tritt erforderlich. Besonders bei Nässe kann das Schiefergestein sehr rutschig werden. Deshalb empfehlen wir ausdrücklich, diesen Abschnitt nicht bei Regen, Schnee oder vergleichbar schwierigen Witterungsverhältnissen zu begehen.

Im Mittelteil des Flussuferpfades wartet zudem eine kleine Schlüsselstelle. Diese lässt sich mit einigen technisch etwas kniffligen Schritten beziehungsweise durch eine geschickte Linienwahl überwinden. Die Stelle ist nicht gefährlich, verlangt aber etwas Aufmerksamkeit und eine sichere Bewegung im Gelände. Auf dem gesamten Flussuferabschnitt gilt daher: Tempo rausnehmen, konzentriert bleiben und jeden Schritt bewusst setzen.

Wer diesen Abschnitt hinter sich gebracht hat, wird vermutlich merken, wie hoch der eigene Adrenalinpegel inzwischen gestiegen ist. Genau hier wird noch einmal deutlich, wie viele unterschiedliche Facetten diese Tour miteinander verbindet: Weinberge, Wald, Felsen, einsame Gratwege, Kraxelelemente, Gipfelkreuze und schließlich die wilde Ahr unmittelbar neben dem eigenen Weg.

Danach wird es wieder deutlich entspannter. Auf gemütlicheren Wegen führt uns die Route zurück in Richtung Maischoß und zum Ausgangspunkt am Bahnhof.

Tipp: Direkt am Start- und Zielpunkt der Tour befindet sich das Restaurant Bahnsteig 1, das wir wärmstens empfehlen. Hier könnt ihr die Tour bei einer warmen Mahlzeit, einer Käseplatte und einem Kaltgetränk gemütlich ausklingen lassen – für uns der perfekte Abschluss eines abenteuerlichen Wandertages!

Für uns ist diese Tour ein würdiger Nachfolger unserer Abenteuertour Altenahr und braucht sich keinesfalls vor ihrem großen Bruder zu verstecken. Sie ist eine echte Fortsetzung unserer Abenteuerreihe und verbindet auf besondere Weise anspruchsvolle Pfade mit spektakulären Landschaften und einzigartigen Wegabschnitten.

Konditionell sollte die Tour von Beginn an nicht unterschätzt werden. Gerade im ersten Teil warten einige Höhenmeter, sodass die Beine durchaus gefordert werden. Dafür geht es ab dem Mittelteil überwiegend bergab. Man sollte sich also bewusst sein, dass die Höhenmeter hauptsächlich in der ersten Hälfte gesammelt werden.

Wir können nur empfehlen, die Rundwanderung vollständig zu gehen und keine der vorgesehenen Passagen auszulassen. Denn gerade die Kombination aus den verschiedenen Highlights macht den besonderen Charakter dieser Tour aus. Wer sich auf diese Runde einlässt, erlebt das Ahrtal von einer Seite, die man auf gewöhnlichen Wanderwegen nur selten zu sehen bekommt.

Für uns ist diese Tour daher weit mehr als nur eine Fortsetzung: Sie ist ein würdiger zweiter Teil unserer Abenteuerreihe – und eine Runde, die noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Wir wünschen viel Spaß bei diesem Abenteuer!

Team Mr. Pfade

Sicherheitshinweise:

  • Der Parkplatz am Bahnhof Mayschoß kostet 4 Euro Tagesgebühr. Alternativ kann entlang der Hauptstraße geparkt werden, sofern dort entsprechende Parktaschen vorhanden sind!
  • Die vorgegebene Laufrichtung muss zwingend eingehalten werden!
  • Ein sicherer Umgang mit Navigation sowie Erfahrung in unbekanntem und anspruchsvollem Gelände sind zwingend erforderlich!
  • Auf dem Koppengratweg halten wir uns im oberen Felsenberreich, mittig beginnend, durchgehend auf der linken Seite des Grates!
  • Der Einstieg in den zweiten geheimen Gratweg zweigt vom Hauptweg rechts nach oben ab, die ersten etwa zehn Meter sind etwas wild, bevor man einen großen, kaminartigen Felsen erreicht, der mittig hochgekraxelt wird, anschließend geht es oben nach dem Kamin links über den nächsten Felsen, danach ist der Pfad gut erkennbar. Es handelt sich um einen uralten Grat, dessen Wegverlauf auch ohne Navigation zu etwa 80 Prozent gut nachvollziehbar ist, dennoch ist eine gute Orientierung zwingend erforderlich!
  • Der Grat wird im ersten Teil unterbrochen und setzt sich anschließend in einem zweiten Abschnitt fort, auch hier muss zunächst über wurzeliges Gelände hochgekraxelt werden, bevor ihr wieder auf die vorhandene Pfadspur gelangt – bleibt aufmerksam und konzentriert und nutzt bei Bedarf die zahlreichen Wurzeln und Baumstämme zum Festhalten!
  • Der Grat der Teufelsley ist sehr ausgesetzt und ein Fehltritt kann schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben – absolute Schwindelfreiheit und Trittsicherheit sind hier zwingend erforderlich!
  • Wer den ausgesetzten Grat zur Teufelsley auslassen möchte, kann vom Schrock kommend über felsiges Terrain zur Teufelsley-Aussicht hochkraxeln und anschließend auf demselben Weg zurückkehren, diese Variante ist deutlich leichter für Personen mit Höhenangst, erfordert aber ebenfalls absolute Trittsicherheit!
  • Der Flussuferpfad am Ende der Tour sollte bei Nässe, Schnee oder Glatteis nicht begangen werden, da die Schieferplatten sehr rutschig werden können – auch hier sind höchste Konzentration und ein gutes Gespür für das Gelände erforderlich. Bei der Flussuferpassage handelt es sich eher um technisch anspruchsvolles Wandern als um ausgesetztes Gelände, dennoch sollte dieser Abschnitt mit besonderer Vorsicht begangen werden!
  • Hinweis zur Flussuferpassage: Am Einstieg finden derzeit noch Baumaßnahmen statt, sollten dort Bauarbeiter tätig sein, teilt ihnen einfach höflich mit, dass ihr den Flussuferpfad entlangwandern möchtet – in der Regel gibt es dabei keine Probleme und die Passage wird ermöglicht!
  • Nach dem ersten Flussuferpfad geht es in Richtung einer Eisenbahnbrücke. Unter der Brücke befinden sich große, felsige Stufen. Diese bitte rechts außen bis zur Mitte hinaufgehen, um oben wieder auf den weiteren Pfad zu gelangen!
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